Karate Grundlagen Kihon - Kumite - Kata
Alles über die Grundlagen des Karate. Das Buch ist einfach und übersicht- lich gestaltet, so dass der Leser sofort alle für ihn wichtige Techniken finden und nachvollziehen kann. Der Inhalt des Buches reicht aus, um den Übenden in den ersten fünf Jahren seines Karate-Trainings - und darüber hinaus - mit den nötigen technischen Informationen zu begleiten. © 1998 - 2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Im Karate ist jeder Stand ein tiefer Stand. Auch bei der Bewegung in einem Stand bleibt man in einer Höhe. Das dient einerseits der Standsicherheit, andererseits als ein Beinmuskel-training. Beim Vorwärtsbewegen rückt das Bein immer über einen Halbkreis vor, das bietet Stabilität in jedem Punkt der Bewegung.
Die einzelnen Techniken werden immer wiederholt, entweder langsam oder schnell, kraftvoll oder leicht/locker. Der Bewegungsablauf der einzelnen Technik wird in alle Bestandteile zerlegt und es wird versucht die Ideallinie der Bewegung zu finden, wobei es immer etwas zu optimieren gibt. Der Bewegungsablauf muss optimal verinnerlicht werden – reflexartig abrufbar, da für Denken, Planen und Handeln in einem realen Kampf zu wenig Zeit ist.
Bei Kata handelt es sich um überlieferte Übungsformen, in denen ein Kämpfer einer fest vorgegebenen Abfolge von Techniken und Schritten folgt und damit einen "imaginären" Kampf gegen einen oder mehrere Gegner führt.
Kumite ist eine weitere Säule des Karate-Trainings. Der Karateka wird während seiner Laufbahn von den einfachen Kumiteformen zu den schwierigeren geführt. Dabei wird vom Gohon-Kumite, der Anfängerform, bis zum Jiyu-Kumite, der Freikampf-Form, systematisch die Freiheit der Kämpfer erhöht. Allerdings gibt es in den verschiedenen Karatestilen auch andere Kumiteformen.
Im Zuge der modernen Entwicklung mancher Karate-Schulen von Kampfkunst hin zu Kampfsport wurden in Karate Wettkämpfe eingeführt. Da wegen der hohen Effektivität einiger Techniken bei "echtem" Kampf hohe Verletzungs- und sogar Todesgefahr droht, herrschen einerseits sehr strenge Regeln, die u.a. den Schutz der Teilnehmer gewährleisten sollen, und andererseits wird nur ein eingeschränktes Repertoire an Techniken im Wettkampf verwendet.
Befürworter von Karate-Wettkämpfen betonen den sportlichen Charakter von Karate und führen die sportlich-praktische Anwendbarkeit an.
Kritiker der Karate-Wettkämpfe vertreten die Meinung, daß Wettkämpfe dem wahren Charakter und Geist des Karate-Do widersprechen, und daß durch die stark reduzierte Anzahl verwendeter Techniken das Karate verflacht und degeneriert.
Es handelt sich hierbei im Grunde genommen um verschiedene Sichtweisen oder Interpretationen: einerseits die traditionelle Sichtweise, die Karate als Kampfkunst sieht, deren letztendliches Ziel die Vervollkommnung der Persönlichkeit ist, und andererseits die sportliche Sichtweise, die Karate als Kampfsport sieht, und in der die praktische Anwendung mit sportlichem Charakter erwünscht ist.
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